Das Buch Hiob entspricht einer sehr alten Ära in der Geschichte der Menschheit. Nationen und Völker begannen sich aus Großfamilien zu entwickeln. Sie verfügten wahrscheinlich noch über keine göttlichen Schriften außer dem Buch Genesis. Aber die alte Geschichte der Menschheit mit ihren wichtigsten Fakten wurde ebenso fromm mündlich propagiert wie moralische Distanz zu Gott und Bosheit. Frömmigkeit und Gottesfurcht sowie die Trennung vom Bösen waren in der Glaubenslinie sehr stark ausgeprägt. Sie waren auf der Hut vor dem Götzendienst (31:24-28), vor dem Abram offenbar vor Kurzem fliehen musste (1. Mose 12). Sie standen in einer lebendigen Beziehung zu ihrem Gott und wussten kaum über seine Wege.
Dieses Buch wurde vor dem Bündnis mit einem auserwählten Volk, vor dem göttlichen Gesetz geschrieben und hat einen sehr allgemeinen Umfang. Gott möchte zu uns über Angelegenheiten sprechen, die Gläubige zu allen Zeiten und an jedem Ort betreffen. Sind wir bereit, auf die Dinge zu hören, die Gott unserer Seele mitteilen möchte? Wofür ? Warum lässt Gott so viel Leid zu und scheint nicht ansprechbar zu sein, wenn die Seele sich aufrichtig auf ihn verlässt? Nur Gott wird ihm die richtige Antwort geben. Und er wird Hiob eine ihm entsprechende Antwort auf die tiefsten Fragen, die er sich stellt, ins Herz tragen. Eine überraschende göttliche Antwort.