W. Kelly zeigt durch das Wort den wesentlichen Unterschied zwischen dem Kommen des Herrn und dem Tag des Herrn. Im ersten (Johannes 14; 1. Thess. 4; 1. Kor. 15) wird er auf den Wolken vom Himmel kommen, um seinem auferstandenen oder verwandelten Volk (himmlischen Heiligen) zu begegnen und es zum Haus des Vaters zu bringen. Im zweiten wird er zusammen mit den himmlischen Heiligen vom Himmel auf die Erde kommen, um Gerichte auszuüben und seine tausendjährige Herrschaft einzuleiten. Das erste hat mit der Gnade kraft der Erlösung zu tun; die zweite (von der im Alten Testament ausführlich die Rede ist) bezieht sich auf Dienst, Verantwortung und Belohnungen.
Der Autor legt großen Wert auf 2 Thess. 2, die deutlich zwischen den beiden unterscheidet. Leider hat das Christentum schon sehr früh beides verwechselt. Der Grund liegt einerseits im Bündnis der Kirche mit der Welt, andererseits in einer schlechten Interpretation und einer schlechten Übersetzung dieser Passage. Als Ergebnis der Bemühungen Satans wurde den Christen seit Beginn der christlichen Ära einer der größten Segnungen nach der Erlösung vorenthalten: die himmlische Hoffnung. Die Zeit nach dem Erwachen bot die Gelegenheit, diese und andere Wahrheiten, die für die Gläubigen der Gnadenzeit von wesentlicher Bedeutung waren, wieder in den Fokus zu rücken.