„Alle Schrift ist von Gott eingegeben“ (2. Tim. 3,16). Die vier Evangelien, die Teil des Wortes Gottes sind, bilden hier keine Ausnahme. Jeder der Evangelisten berichtete über das Leben des Herrn entsprechend dem Charakter, unter dem es dargestellt werden sollte, und gemäß dem Zweck, den der Geist Gottes ihnen zeigte. Daher spricht Markus vom Herrn als dem vollkommenen Diener und hält sich genau an die chronologische Reihenfolge; Matthäus präsentiert den Messias, den Sohn Davids, der Israel versprochen wurde, und die Abfolge der Evangelien Gottes, wobei er, wenn nötig, von der chronologischen Reihenfolge abweicht; Lukas erzählt uns vom Menschensohn, der Gnade und den moralischen Aspekten seines Dienstes und weicht oft, wie Matthäus, von der chronologischen Reihenfolge ab. Einen etwas anderen Platz nimmt Johannes ein, der die besondere Herrlichkeit des Herrn als Sohn Gottes hervorhebt.
Auch wenn das Wort Gottes niemals zu beanstanden ist, ist die Übereinstimmung der Evangelien nicht das primäre Ziel des Geistes Gottes. Es muss daher mit Vorsicht verwendet werden und dient eher als praktische Hilfe, um sich besser in den Evangelien zurechtzufinden.